Ghanas politische Stabilität und demokratische Resilienz bleiben in der Region eine Ausnahmeerscheinung. Der Wahlsieg der Opposition im Jahr 2024 spiegelt ein selbstbewusstes Elektorat wider, das trotz struktureller und ethnischer Spannungen entwicklungspolitische Ergebnisse priorisiert. Der friedliche Machtwechsel reflektiert den breiten Konsens über liberale Demokratie und stabile Institutionen.

Die Wirtschaft gewinnt wieder an Dynamik, mit solidem BIP-Wachstum. Durch IWF-gestützte Reformen konnten die öffentlichen Finanzen stabilisiert werden, doch die Inflation bleibt hoch und das Wachstum ist nicht inklusiv. Viele Bürger*innen leiden weiterhin unter Armut und mangelndem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, auch wenn die Einschreibungsraten im Bildungswesen und die Geschlechterparität deutlich verbessert wurden.

Übermäßige Ausgaben, Korruption und schwache Rechtsdurchsetzung untergraben die Governance, wie die Goldabbau-Krise von 2024 verdeutlicht, die zu erheblichen Umweltschäden und Einnahmeverlusten führte. Dennoch bilden Ghanas stabile Institutionen, Sicherheitslage und Reformbereitschaft eine solide Grundlage für langfristigen Fortschritt.

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